Fragebogengestaltung

Der Fragebogen ist ein oft verwendetes, da leicht auswertbares und ökonomisches Erhebungswerkzeug. Zudem bietet eine Fragebogen-Untersuchung die Möglichkeit, repräsentative Ergebnisse zu erzielen. Doch so praktikabel und einfach ein fertiger Fragebogen aussieht, so viel Entwicklungsarbeit und fachliches Know-How stecken dahinter. Je leichter er auszufüllen ist, desto mehr Konstruktionsarbeit und Können war zuvor nötig.

Das Seminar gibt ihnen einen Überblick über Einsatzbereiche von Fragebogen-Untersuchungen und steckt die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen dieser Erhebungsmethode ab. Sie lernen verschiedene Arten von Fragebögen und Fragearten kennen, üben Techniken von Fragekonstruktionen und werden geschult, Problemstellungen in Fragen umzusetzen.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Wo und wie läßt sich ein Fragebogen einsetzen?
* Wie zieht man eine repräsentative Stichprobe?
* Welche Fragetechniken gibt es und für welchen Einsatzbereich sind sie geeignet?
* Erarbeitung eines Fragebogens für ein ausgewähltes Praxisbeispiel
* Wie lassen sich standardisierte Erhebungen kostengünstig durchführen?

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Wie plant und führt man Interviews?

Wesentliche Daten werden häufig durch Interviews erhoben. Dabei ist es oft nicht einfach, Gesprächspartner überhaupt zum Reden zu bringen. Diese sollen meist auch noch Auskunft über interessante, wesentliche, bisweilen auch brisante oder persönliche Dinge geben. Wirkt ein Interview wie eine Ausfragestunde, so werden Befragte schnell skeptisch und liefern nur noch recht allgemeine oder belanglose Informationen. Gelingt es, den Spannungsverlauf eines Interviews optimal zu steuern, erhält man detaillierte und tiefe Einsichten in Meinungen, Problemlagen, Bedürfnisse oder Motive der Befragten.

Das Seminar vermittelt einen Überblick zu verschiedenen Interviewarten vom strukturierten Leitfadeninterview bis zum mehrstufigen Intensivinterview und läßt Sie deren Einsatzbereiche kennenlernen. Sie üben, Interviews zu planen und durchzuführen und bekommen einen praktischen Einblick in verschiedenste Fragetechniken. Außerdem werden diverse Auswertungsstrategien vorgestellt.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Verschiedene Varianten von Interviews: „offen versus strukturiert"
* Zielgruppenspezifische Arten von Interviews (Experteninterview, Feldinterview, Betroffeneninterviews etc.)
* Interviewvorbereitung (Leitfadenerstellung, Befragtenauswahl, Kontaktaufnahme)
* Durchführen von Interviews (Wie beginnen? Wie zum Wesentlichen kommen? Wie zum Reden bringen? Wie nachfragen? Wie steuern?)
* Auswertung von Interviews vorbereiten
* Auswertungstechniken im Überblick

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Wie plant und führt man Gruppendiskussionen?

Gruppendiskussionen wurden in den letzten Jahren als Methode verstärkt in der Marktforschung z.B. bei Lebensstilanalysen eingesetzt. Auch im Zusammenhang mit Planungsprozessen, der qualitativen Sozialforschung und bei Forschungen im Bereich sozialer Arbeit werden Gruppendiskussionen inzwischen (wieder) geschätzt. Ein besonderer Vorteil von Gruppendiskussionen liegt darin, daß die Teilnehmer miteinander reden, im Diskurs also die Vielfalt der Meinungen zur Geltung kommt. Die Gruppendiskussion schafft einen raschen und kostengünstigen Überblick über das Spektrum unterschiedlicher Meinungen und Einstellungstypen.

Ziel des Seminars ist, Ihnen einen Überblick über den Anwendungsbereich von Gruppendiskussionen zu geben. Ferner werden Sie erfahren, was bei der Vorbereitung, der Durchführung und der Auswertung dieser Methode von Bedeutung ist und welche Schritte für eine erfolgreiche Diskussion notwendig sind.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Anwendungsbereiche und Teilnehmer einer Gruppendiskussion
* Vorbereitung einer Gruppendiskussion (Auswahl der DiskussionsteilnehmerInnen, Leitfadenerstellung etc.)
* Vor der Diskussion - Technik und Rahmen
* Wie leitet man eine Gruppendiskussion?
* Auswertung und Präsentation bzw. Dokumentation der Ergebnisse

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Statistik leicht gemacht - Grundkurs

Statistik verstehen und anwenden wird in vielen Arbeitsbereichen immer wichtiger. Jahresberichte, Betroffenenbefragungen, Nutzeranalysen, Bestandserhebungen etc. stützen sich stets auf statistische Berechnungen. Obwohl manchmal Statstiken recht kompliziert anmuten, steckt keine Zauberei dahinter. Nach einer praxisbezogenen Einführung werden Sie in der Lage sein, aussagekräftige Statistiken selbst zu erstellen und zu interpretieren. In diesem Seminar werden dazu die inhaltlichen Grundlagen erarbeitet (als Ergänzung dazu: siehe EDV-Trainingskurs S. 15)
Nach diesem Kurs sind Sie mit den grundlegenden statistischen Verfahren vertraut und können Ergebnisse und deren Interpretation kritisch einschätzen.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Uni- und bivariate statistische Verteilungen und Maßzahlen
* Arbeit, Auslastung, Bedarf und Versorgung mit entsprechenden Kennwerten darstellen
* Statistiken interpretieren, Fälschungen und Tricks erkennen

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Statistik leicht gemacht - Techniken für Fortgeschrittene

In vielen Forschungsberichten und Publikationen stoßen wir auf statistische Analysen und Modelle, die den gesunden Menschenverstand vollends zu überfordern scheinen. Wenn man kein eingefleischter Statistikfan ist, legt man derartige Dinge manchmal etwas frustriert zur Seite, ganz zu schweigen von eigenen Versuchen, in das Gefilde einzudringen. Andererseits haben derartige Analysen einen nicht zu übersehenden Wert, wenn es darum geht, größere Datenmengen übersichtlich und aussagekräftig aufzubereiten.

Das Seminar wird Ihnen praxisbezogen darstellen, welche Verfahren sich gewinnbringend für die Planung einsetzen lassen. Auf den ersten Blick kompliziert anmutende Analysen werden anhand von Fallbeispielen statistischen Laien verständlich gemacht. Dabei wird sich oft herausstellen, daß auch Nicht Statistiker gute Resultate mit solchen Techniken erzielen können.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von Faktoren-, Cluster, Regressions- und Korrespondenzanalysen
* Interpretationen komplexer Statistiken
* Entwickeln praxisrelevanter Aussagen mit multivariater Statistik

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Datenerfassung mit der Software Teleform

Das Eingeben der Daten "mit der Hand" ist mühsam, zeitraubend, kostenintensiv und fehlerbehaftet. Gerade bei häufigeren oder größeren Erhebungen lohnt die Suche nach Alternativen. Die maschinelle Datenerfassung mit der Software Teleform ist eine echte Alternative zur manuellen Datenerfassung und soll bei diesem Seminar erläutert werden.

Den Teilnehmern wird der Ablauf der Dateneingabe Schritt für Schritt live demonstriert. Das Einlesen der Fragebögen mit einem High-End-Scanner, die Korrektur direkt am Bildschirm und das Abspeichern in die Datenbank wird dabei praktisch erlernt. Gemeinsam mit Ihnen werden wir einen Fragebogen erstellen und für die maschinelle Erfassung vorbereiten. Im Anschluß füllen wir die Bögen aus und Sie können sich beim Einscannen von den Möglichkeiten des Systems überzeugen. Tips und Tricks aus unserer praktischen Arbeit runden diesen Kurs ab.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Einführung in die Datenerfassung mit Teleform
* Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen u den
* Modulen "Designer", "Reader" und Verifier"
* Fragebogendesign
* Einscannen von Fragebögen
* Datenkontrolle am Bildschirm
* Datenexport
* Tips und Tricks aus unserer Praxis

Ihnen steht während des gesamten Kurses ein eigener PC zur Verfügung.

Zielgruppen: Mitarbeiter, die mit der Durchführung standardisierter Erhebungen betraut sind und selbst Teleform einsetzen (wollen)


Statistische Datenanalyse mit SPSS - Grundkurs

Statistiken sind elementare Bausteine für Planung, Außendarstellung, Qualitätskontrolle, etc. Ohne eine fundierte und aussagekräftige Statistik läßt sich ein Vorhaben nur schwer begründen oder getane Arbeit nur unzureichend beurteilen. Das Seminar zeigt Ihnen, wie Sie aus vorliegenden Daten aussagekräftige Statistiken mittels eines Computerprogramms (SPSS) machen. SPSS ist eines der populärsten Datenanalyseprogramme und bietet umfassende Möglichkeiten, in die wir Sie einarbeiten werden. Am Beispiel anonymisierter Daten aus laufenden Institutsprojekten werden Sie die Anwendung von SPSS erlernen. Am Ende des Kurses sind Sie in der Lage, eigene Berechnungen an Ihrer Arbeitsstelle durchzuführen.

Während des Seminars steht für jeden Teilnehmer ein PC-Arbeitsplatz zur Verfügung, so daß die erläuterten Analyseverfahren nicht graue Theorie bleiben, sondern eingeübt werden können. Windows-Grundkenntnisse sind hierbei nützlich.


Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Aufbau und Struktur von SPSS
* Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der sozialen Arbeit
* Erstellen von Häufigkeitsverteilungen
* Berechnen von Mittelwerten und Streuungsmaßen
* Berechnen von Zusammenhängen
* Interpretation der Ergebnisse

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Statistische Datenanalyse mit SPSS - Techniken für Fortgeschrittene

Je mehr Informationen und Daten in Berechnungen einbezogen werden, desto aufwendigere statistische Verfahren sind notwendig. Dank einfach handhabbarer Programme kann man die Rechenarbeiten heutzutage den Computern überlassen und sich ganz auf Interpretation und Konsequenzen der Ergebnisse konzentrieren.

Das Seminar baut auf dem Grundkurs auf und erschließt Ihnen die Möglichkeiten, mit SPSS komplexere Verfahren der Statistik durchzuführen, wie z.B. Cluster-, Faktoren-, Regressions- und Korrespondenzanalysen. Damit ein enger Bezug zur Praxis besteht, arbeiten wir mit anonymisierten Daten aus der Projektarbeit des BASIS-Institutes.

Genau wie im Grundkurs bekommen Sie neben der theoretischen Einarbeitung vor allem praktische Fähigkeiten vermittelt, um die bearbeiteten Verfahren in Ihrer Arbeit gewinnbringend nutzen zu können. Grundkenntnisse in der Arbeit mit SPSS sollten vorhanden sein. Ihnen steht während des gesamten Kurses ein eigener PC zur Verfügung.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Multivariate statistische Analysen kennenlernen, interpretieren und selbst durchführen
* Ausführliche Darstellung und praktische Übungen zu folgenden multivariaten Verfahren: Regressionsanalyse, Clusteranalyse, Diskriminanzanalyse, Faktorenanalyse, Korrespondenzanalyse
* Anwendungsmöglichkeiten multivariater Statistik

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Auswertung qualitativer Daten

In den letzten Jahren hat die qualitative Sozialforschung an Bedeutung gewonnen. Zunehmend wird auch Datenmaterial wie z.B. Aktennotizen, Teamprotokolle, Interviewmitschriften, Falldarstellungen, Zeitungsberichte, Videoaufzeichnungen und Beobachtungsprotokolle in die Analysearbeit mit einbezogen. Naturgemäß lassen sich damit erst einmal keine statistischen Berechnungen durchführen und oft sind die verfügbaren Informationen sehr unterschiedlich. Andererseits bieten gerade solche "Daten" einen sehr detaillierten und plastischen Einblick in Bedürfnislagen, Probleme, Wünsche und Handlungszusammenhänge von Menschen. Texte und Beobachtungen nicht nur auf der Grundlage subjektiver Einblicke zu interpretieren, sondern methodisch abgesichert und nachvollziehbar darzustellen, ist das Ziel einer qualitativen Datenanalyse.

In diesem Seminar werden Sie verschiedene Typen qualitativer Daten und unterschiedliche Strategien der Auswertung kennenlernen.

Fragen, die in dem Seminar bearbeitet werden:

* Bei welchen Fragestellungen ist es sinnvoll, mit qualitativen Daten zu arbeiten und wie verhält es sich mit der Repräsentativität der Ergebnisse?
* Wo fallen planungs- bzw. analyserelevante qualitative Daten an?
* Wie lassen sich qualitative Daten erheben?
* Wie wertet man qualitative Interviews und Gruppendiskussionen aus?
* Wie gestaltet man Berichte mit qualitativen Daten?
* Wie lassen sich qualitative und quantitative Daten verbinden?

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler


Auswertung qualitativer Daten mit MAXqda

Bisher landeten viele, die beim Auswerten quantitativer Daten stets EDV-Programme nutzen, bei der Beschäftigung mit Texten bei Werkzeugen wie Schere und Kleber, um Texte sinnvoll gruppieren und analysieren zu können. Mit MAXqda ergeben sich völlig neue Perspektiven. Unter Windows eingebunden läßt sich das Programm genauso leicht nutzen wie eine Textverarbeitung. Fundstellen lassen sich leicht kodieren, und die Ergebnisse können entweder ausgedruckt oder an ein Statistikprogramm wie SPSS für weitere Analysen übergeben werden. Große Textmengen sind auf diese Art und Weise schnell zu gliedern und zu analysieren.

In diesem Seminar wird die qualitative Textanalyse mit MAXqda an Praxisbeispielen am Computer erklärt und eingeübt.

Kurzübersicht zu den Inhalten:

* Qualitative Textanalyse
* Das MAXqda-System:
Codieren und Analysieren,Datenhandling,
Ausgabemöglichkeiten,
Eignung des Programmes für verschiedene Textarten

Jeder hat im Kurs zu Übungszwecken einen eigenen PC zur Verfügung

Zielgruppen: Sozialplaner (Jugendhilfeplaner, Altenhilfeplaner), Marketingfachleute, MitarbeiterInnen von Stabsabteilungen, Sozialforscher, Organisationsentwickler



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